Archiv für die Kategorie ‘Polen’

Gdansk erreicht

Freitag, 29. August 2014

Wir haben unser Ziel erreicht und sind in Danzig ­čÖé Gerade kommen wir von unserem Abendbrot zur├╝ck. Unter unserem Hostelzimmer (direkt in der Altstadt) lebt die Nacht. Aus dutzenden Kneipen und Restaurants ert├Ânt Livemusik unterschiedlichster Art. Danzig ist echt lebendig – und sch├Ân. Tolle Architektur gibt es hier zu sehen!

Dass Danzig eine sehr sch├Âne Stadt sein soll, hatte uns vor 3 Tagen schon die Hausherrin unserer Unterkunft angek├╝ndigt. Wir hatten die Nacht zum Dienstag in einem sogenannten Agrartourismus-Hof verbracht. Da werden – meist Bauernh├Âfe – von privat an Touristen vermietet. Wir hatten das Gl├╝ck in einem ganz tollen eine Nacht verbringen zu k├Ânnen. Das war ein echtes Highlight dieser Reise: Die Besitzerin stellte sich noch umgehend nach unserer Ankunft an den Herd und brutzelte f├╝r uns ein 2-G├Ąnge-Men├╝ bestehend aus Blumenkohlsuppe und Fisch mit Kartoffelkl├Â├čen. Totaaal lecker!!! Das Haus bzw. der gesamte Hof waren sehr original eingerichtet so dass man sich viele Jahrzehnte zur├╝ckversetzt f├╝hlte. Wir fanden es total gem├╝tlich und genossen unseren kurzen Aufenthalt dort sehr ­čÖé

Die Route f├╝hrte uns die vergangenen Tage weiter abseits der K├╝ste durch’s Landesinnere. Wir fanden das super denn diese Touristenorte an der K├╝ste sind nicht wirklich was f├╝r uns. So sahen wir wie Land und Leute abseits dieser Zentren aussahen. Die Landwirtschaft spielt hier eine gro├če Rolle. An vielen alten H├Âfen sind wir vorbeigekommen auf denen alte Landmaschinen standen. An G├Ąnsen, H├╝hnern und vielen Hunden sind wir vorbeigefahren, die hier links und rechts der H├Âfe liefen ­čÖé

Die Radwege sind allerdings zum Gro├čteil schlecht geblieben. Wir konnten leider gar nicht wirklich die Landschaft genie├čen, weil wir st├Ąndig mit den Augen am Weg kleben mussten um nicht das n├Ąchste Schlagloch zu erwischen. Hat nicht immer geklappt… Das Ergebnis war mehrmals sich gel├Âstes Gep├Ąck sowie verloren gegangene Technik (zum Gl├╝ck immer unmittelbar bemerkt und wieder gefunden). Bei Carstens Front-Gepacktr├Ąger hat sich gestern sogar irgendwann eine Schraube davongemacht. Hier haben wir erstmal mit Draht provisorisch fixiert. Auf einem Teilst├╝ck kurz vor der Halbinsel Hel allerdings gab es einen Streckenabschnitt, der ├╝ber einen ehemaligen Bahndamm f├╝hrte. Dieser war top!

Die letzte Nacht verbrachten wir dann auf dieser Halbinsel. Zuf├Ąllig hatten wir genau DEN Zeltplatz erwischt auf dem an dem Abend ein Geburtstag unter Surfern und Kitern gefeiert wurde und leider direkt neben uns. Somit hatte die Nacht nur etwa 3-4 Schlafstd. Hier haben wir dann aber vor der heutigen F├Ąhr├╝berfahrt nach Danzig am traumhaften wei├čen Sandstrand nochmal die Picknick-Decke rausgeholt und die Sonne genossen ­čÖé

Morgen Mittag geht unser Zug zur├╝ck. Gegen Mitternacht sind wir dann wieder zuhause – so es die Bahn denn auch will… ­čśë

image

In R├╝genwalde getroffen: Radwanderer aus China!

image

Unsere beste Unterkunft :-)

image

Im slovinzischen Nationalpark

image

Ausblick aus Zelt auf Hel

image

Ankunft in Danzig

image

Danzig bei Nacht

„Wenn du jetzt nicht das Garmin hast, hab ich’s wohl grad verloren“

Montag, 25. August 2014

Nach drei Tagen Fahrt will ich mich mal zu Wort melden ­čÖé Wir liegen gerade im Zelt auf einem Campingplatz in Mielno und sind die ersten ca. 180 km gefahren. Die Strecke bis hierher war teilweise echt abenteuerlich, denn die Wege sind bisher nur auf wenigen Kilometern gut ausgebaut und verlangem dem Material eine Menge ab. So f├╝hrte uns die Route ├╝ber ausgediehnte Panzerwege, diverse Plattenwege (mit vielen kleinen L├Âchern drin damits auch richtig Spa├č macht) sowie Wald- und Sandwege. Heute flog sogar das Garmin durch das Gestolpere aus seiner Halterung. Das bekamen wir dann auch erst nach mehreren Metern mit und drehten um um es zu suchen. Ein polnisches Ehepaar hatte das Ger├Ąt zwischenzeitlich gefunden und wir nahmen es dankend und erleichtert wieder entgegen ­čÖé

Gute 30 km heute vor und nach Kolberg waren top ausgebaut und f├╝hrten uns entlang der Ostseek├╝ste. Bei tollem Sonnenschein durften wir dies genie├čen. Die Sonne schien zwar auch die letzten zwei Tage, aber da fuhren wir weniger an der K├╝ste sondern eher durchs Landesinnere.

Witzig sind die Badeorte, also quasi das was bei uns so Boltenhagen ist. Es gibt eigentlich in jedem Ort hier an der K├╝ste eine Touri-Flaniermeile mit so kleinen Krimskramsl├Ąden wo es Kuscheltiere, Dekoartikel und Spielzeug zu kaufen gibt. Daneben gibt es aber alle paar Meter Pl├Ątze auf denen Airhockey gespielt werden kann. Dazu gibts noch ein paar Spielautomaten etc. Ach ja, und am liebsten fahren die Urlauber mit nem Tretauto, welche es an jeder Ecke auszuleihen gibt.

Ein typisch polnisches Geb├Ąck haben wir heute auch gegessen: die Gofry, eine dicke Waffel. Auf unserer gab es dazu diverse Fr├╝chte und ein ganz kleines bisschen Sahne ­čśÇ Frischen ger├Ąucherten Heilbutt haben wir uns auch schon schmecken lassen.

Morgen fahren wir durch R├╝genwalde. Carsten freut sich schon auf ein St├╝ckchen leckere Wurst. Mal sehen mit wie vielen  „Souveniers“ wir diesen Ort wieder verlassen werden… ­čśë

image

Am Grenz├╝bergang

image

Kirchenruine Trzesacz

image

image

image

Ausblick vom Leuchtturm in Kolberg

image

Ein kleines bisschen Sahne