Archiv für August 2012

Von Wien nach Berlin – 01.08.-14.08.2012

Donnerstag, 16. August 2012

Am Dienstag Nachmittag radelten wir die letzten Kilometer unserer Sommertour nach Berlin. Das Abschlussfoto vor dem Brandenburger Tor durfte da nat√ľrlich nicht fehlen ūüôā Wir sind w√§hrend der letzten 2 Wochen auf 4 verschiedenen, teils internationalen, Radrouten gefahren:

– „Greenways Praha – Wien“
– Radroute 2 von Prag nach Dresden an Moldau und Labe/Elbe
– „Elberadweg“ bis Lutherstadt Wittenberg
– „Europaradweg R1“ und die D-Routen 3 bzw. 11 von Lutherstadt Wittenberg nach Berlin.

Insgesamt sind es lt. GPS-Ger√§t knapp 1030 km geworden. Macht in 13 Fahrtagen (1 Tag Pause ist rausgerechnet) ca. 80 km am Tag. Es war im Gegensatz zu den vergangenen 2 Jahren also eine recht sportliche Tour, was wir an Tag 8 (Pause in Prag) und jetzt bei unserer Ankunft in den Beinen auch merk(t)en ūüėČ

Hier gibt es die Tour nochmal im √úberblick.
Man erkennt die 4 verschiedenen Radrouten anhand des Höhenprofils echt gut!

Tag 1
Strecke: Wien – Poysdorf
Streckenlänge: 87,2 km
Tag 2
Strecke: Poysdorf – Nov√Ĺ PŇôerov
Streckenlänge: 43,1 km
Tag 3
Strecke: Nov√Ĺ PŇôerov – Lesn√°
Streckenlänge: 70,4 km
Tag 4
Strecke: Lesn√° – AlbeŇô
Streckenlänge: 77,0 km
Tag 5
Strecke: AlbeŇô – T√°bor
Streckenlänge: 81,2 km
Tag 6
Strecke: T√°bor – HŇôebńć√≠n Favory
Streckenlänge: 63,7 km
Tag 7
Strecke: HŇôebńć√≠n Favory – Prag
Streckenlänge: 64,2 km
Tag 8
Pause
Tag 9
Strecke: Prag – Roudnice nad Labem
Streckenlänge: 89,9 km
Tag 10
Strecke: Roudnice nad Labem РKönigsstein
Streckenlänge: 106,0 km
Tag 11
Strecke: Königsstein РRehbocktal bei Meißen
Streckenlänge: 64,2 km
Tag 12
Strecke: Meißen РTorgau
Streckenlänge: 80,0 km
Tag 13
Strecke: Torgau – Raben
Streckenlänge: 93,9
Tag 14
Strecke: Raben – Berlin
Streckenlänge: 110,0 km

Zum Geburtstag 90 und nachträglich 110

Samstag, 11. August 2012

Das ist das Ergebnis der vergangenen 2 Fahrtage nachdem wir das schöne Prag gestern wieder verlassen haben.

Urspr√ľnglich hatten wir vor jetzt kurz vor der deutschen Grenze zu sein, aber nun sind wir bereits in K√∂nigstein auf einem Zeltplatz direkt an der Elbe mit einem tollen Blick auf die Festung K√∂nigstein.

Hier herrscht wieder deutsche Ordnung. Nach dem Check in wurde uns von einem Platzwart (der sich genau so vorstellte) die ensprechenden 9 qm Fl√§che¬†zugewiesen und eine Einweisung in die Gepflogenheiten des Zeltplatzes vorgenommen. Das war in Tschechien viel entspannter! Hier gab es ein freundliches „You’re welcome!“ und man suchte sich ein sch√∂nes Pl√§tzchen…

Der Weg entlang der Elbe ist toll. Die hohen Berge links und rechts und dieser breite Fluss direkt neben uns sind traumhaft! An sehr vielen Stellen wird bzw. wurde der Radweg gerade erneuert und mit einer Teerdecke √ľberzogen. Die Tschechen nutzen diesen nun sehr gerne auch zum Inliner fahren.
  
Heute werden wir durch Dresden radeln. Da dieser Abschnitt auf ein Wochenende fällt, werden sicher sehr viele Radwanderer unterwegs sein. Mal zum Vergleich: Zwischen Wien und Prag trafen wir zwei weitere Radwandererparteien. Von Prag bis hierhin waren es sicher um die 25.

Uns bleibt nur noch zu sagen: Tsch√ľ√ü Tschechien, bis zum n√§chsten Mal ūüôā

Ankunft in Prag:
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Fr√ľhst√ľck im Hostel ūüôā
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„Br√ľcke“ in Tschechien. Zwischen den R√∂hren war eine Plattform…
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Ab in die Heimat; kurz vor der Grenze:
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Elberadweg:
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H√ľgelitsch und bergitsch

Montag, 06. August 2012

Sooo, da sind wir wieder. Ca. 50 km vor Prag. Ja, so weit (insgesamt 426 km & 4400 H√∂henmeter) sind wir schon gekommen, aber nun der Reihe nach … ūüėČ
                  
Der 4. Tag unserer Reise f√ľhrte uns durch den bis hierhin anspruchsvollsten Streckenabschnitt entlang des Flusses Thaya im Nationalpark N√°rodn√≠ park Podyj√≠ bis nach Lesn√†. Hier ging es ordentlich hoch und runter, teilweise so steil, dass wir absteigen und schieben mussten. Um einem die Anstrengung ein wenig zu nehmen, hat der √∂rtliche Besitzer der hiesigen Weinh√§nge dort mitten zwischen die Reben ein kleines Gartenh√§uschen zur Weinverkostung aufgestellt. Dumm nur, dass wir VOR dem Durchqueren des Abschnitts dort vorbei kamen… Somit sa√ü uns nicht nur die brennende Sonne im Nacken, sondern auch der Wein in den Beinen ūüėČ

Gestern f√ľhrte uns der Weg zum Grenzstein der innertschechischen Grenze von M√§hren (aus dessen Richtung wir kamen) und B√∂hmen, sowie der L√§ndergrenze von √Ėsterreich und Tschechien. Von nun an ging es Richtung Norden.

Es ist ein deutlicher optischer Unterschied zwischen M√§hren und¬† B√∂hmen erkennbar. In M√§hren sah man in den D√∂rfern viele renovierungsd√ľrftige H√§user, Burgen und Schl√∂sser. In B√∂hmen hingegen ist vieles chic hergemacht und auch machen die Menschen hier einen etwas fr√∂hlicheren und aufgeschlosseneren Eindruck auf uns.

Nun ja, nach knapp 90 km kamen wir gestern Abend auf unserem Zeltplatz nördlich von Tabor an. Hier lernten wir Therry und Richard kennen, ein sehr nettes Ehepaar aus Chicago. Sie starteten ihre Reise vor 2 Tagen in Prag, fahren unsere Tour also in die andere Richtung.

Der heutige Tag startete mit einer Reparatur. Carsten hatte schon vor zwei Tagen bemerkt, dass irgendwas nicht rund lief und gestern Abend stellte sich dann heraus, dass es im Mantel einen etwa 5 cm langen Bruch gab. Wir entschieden dies zu reparieren, bevor wir irgendwann mitten in der Pampa stehen w√ľrden. Also zur√ľck in die Stadt und einen neuen Mantel gekauft (Carsten). Ungl√ľcklicherweise ging beim Zusammenbauen von Schlauch und neuem Mantel der Schlauch am Ventil kaputt. Also – weil’s so sch√∂n war – nochmal zur√ľck in die Stadt (jetzt ich) und einen neuen Schlauch gekauft. Gegen 13 Uhr ging’s dann endlich wieder los.
                                  
Da wir schon in der letzten Nacht von einem heftigen Gewitter heimgesucht wurden und f√ľr diese Nacht wieder welche vorhergesagt waren, entschieden wir uns auf einem Gest√ľt zu √ľbernachten, welches auch Zimmer – nein, keine Boxen – vermietet. Sehr sch√∂n hier! Drau√üen blitzt und donnert es, aber das kann uns ja egal sein ūüôā

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Krtek?
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Der „Greenways Praha – Wien“

Freitag, 03. August 2012

Die Nacht im Zug war letztendlich sehr kurz ausgefallen, denn um 5 Uhr morgens drang pl√∂tzlich ein Gestank nach Verbranntem und etwas Schmorendem durch die¬†¬†¬†¬†¬† L√ľftungsanlage unserer und der Kabinen der anderen Reisenden in unserem Wagon. Wie sich nach einer Kontrolle herausstellte, gab es Probleme mit den Bremsen auf der Achse unter unserer Kabine. Mit 45 Min Versp√§tung rollten wir schlie√ülich in Wien ein.

Wir machten noch einen kleinen Abstecher ins Zentrum (sehr sehenswert!) und suchten dann den Startpunkt zu unserem Radweg, dem „Greenways Praha – Wien“. Er soll uns nach Prag f√ľhren.

Der Radweg ist bis hierhin (wir sind gerade in Novy Prerov) super ausgebaut! Das fahren darauf und an den vielen kleinen Ortschaften vorbei macht Spa√ü ūüôā Was aber nicht so’n Spa√ü macht sind die Temperaturen. Die liegen tags√ľber bei √ľber 35 Grad! Da der Radweg bis auf kurze Abschnitte nur durch Felder f√ľhrt, fahren wir die meiste Zeit in der Sonne. Wenn dann schon der Fahrtwind keine Abk√ľhlung mehr bringt… Aber dank Sonnencreme Faktor 50 wurden wir bisher von Sonnenbrand verschont ūüôā Heute soll es mit knapp 27 Grad auch etwas k√ľhler werden ūüėČ

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