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Von Venedig nach Split – 17.09.-30.09.2017

Dienstag, 03. Oktober 2017

Eigenlich war unsere Radtour an sich ja beendet und es gäbe im Normalfall ja nicht mehr wirklich etwas zu erzählen. Aber von dieser Rückfahrt muss ich einfach erzählen…

Sie begann mit der Fährfahrt von Split nach Ancona. Zum Zeitpunkt unseres Ticketkaufs waren leider keine Schlafkabinen mehr verfügbar und wir dachten auch keine Schlafliegesessel, da uns die Frau am Schalter uns diese nicht alternativ anbot. Somit blieb uns erstmal nichts anderes übrig, uns ein nettes Plätzchen auf diesem in die Jahre gekommenen „Kahn“ von 1973 zu suchen. Und auf diesem war wirklich noch alles original. Das kann bei manchen Dingen ganz witzig sein, aber wenn man die 40 Jahre auch in den sanitären Anlagen erkennt, wird es eklig…

Wir landeten in einem Aufenthaltsbereich mit Tischen und Stühlen und einigen wenigen Sitzbänken. Zu uns gesellten sich nach und nach die verschiedensten Menschen: Einer brachte in einer Transportbox seine Katze mit an Bord (Gott, tat die uns leid, die ganze lange Fahrt in dieser kleinen Box verbringen zu müssen) und ein anderes Pärchen brachte seine eigene abgelegene Bettmatratze mit (danach sah sie zumindest aus). Auf so eine Idee muss man erstmal kommen! Als sich dann noch Familie „Flodder“ neben uns setzte, war unser gemeinsamer Gedanke nur noch, dass wir uns unbedingt einen alternativen Schlafplatz suchen müssen. Zum Glück waren im Bereich der Schlafliegesessel noch sehr viele frei und es war gestattet, dass man sich diese dann nehmen durfte. Somit hatten wir zumindest die Hoffnung auf ein paar Stunden Schlaf. Wir durften uns sogar den Luxus gönnen und jeweils eine 3er Sitzreihe nutzen, so dass sogar Schlafen im Liegen möglich war 🙂 Ungemütlich war es dennoch und so kamen wir nur auf ein paar wenige Stunden Schlaf. Meine Nacht war halb fünf vorbei. Insofern waren wir nicht wirklich fit, als wir Ancona erreichten.

Es folgte die Zugfahrt nach Venedig. Die Tickets waren schnell gekauft und auf den nächsten Zug mussten wir auch nur knapp 25 Minuten warten. Das klappte schon mal super. Es ging über Bologna nach Venedig. Bereits etwa 10 Minuten vor Eintreffen unseres Zuges in Venedig Mestre, unserem Zielbahnhof, begannen wir mit dem Abbau von Carstens Rad und schleppten die Taschen in Richtung Ausgang. Das Fahrradabteil war voll und wir wussten, dass auch alle anderen mit Rädern hier raus wollten und das Ausladen somit länger dauern kann. Also fix mit dem Fahrrad raus, als der Zug hielt und nach und nach ebenfalls auch das Gepäck raus auf den Bahnsteig. Letztlich fehlte noch mein Rad. Die Räder waren mit so einem Schraubverschluss befestigt, sprich einfach nur Rad nehmen und raus war nicht. Neben uns war noch ein Italiener, der ebenfalls dabei war sein Rad zu lösen.

Plötzlich wurde dieser nervös und bedeutete Carsten, er solle mal kurz sein Rad halten. Dann hörten wir schon das Piepen der Tür. Wir hinter ihm her. Die Türen waren zu. Aber der Zug fuhr nicht los. Dennoch ließen sich die Türen nicht öffnen. Dann fuhr der Zug los und Carstens Rad sowie all unser Gepäck (ausgenommen meine Lenkertasche, die hatte ich noch um) standen draußen auf dem Bahnsteig. Der Supergau! Wir dachten: Jetzt ist alles weg, das wird geklaut. Da standen mal eben um die 3.500 Euro auf dem Bahnsteig. Der Italiener, dessen Rad wir zuvor noch halten sollten, war genauso aufgewühlt wie wir. Denn auch sein Gepäck stand bereits auf dem Bahnsteig. Glücklicherweise war sein Kumpel, mit dem er unterwegs war, außerhalb des Zuges gewesen. Er rief ihn an, erklärte war passiert war – nehmen wir an, wir sprechen ja kein italienisch 😉 – und sagte ihm, er solle bitte auch auf unser Rad und das Gepäck aufpassen und dort auf dem Bahnsteig auf uns warten. Was waren wir erleichtert und froh, dass der Zufall es wollte, dass wir mit diesem Italiener zusammen im Zug waren!!! Gut, fuhren wir also nochmal nach Venedig rein und suchten uns zusammen mit dem Italiener, der weder Englisch noch Deutsch sprach, den nächsten Zug zurück nach Mestre. Und nochmal waren wir erleichtert, als wir etwa 30 Minuten später sowohl das Rad als auch unser Gepäck neben dem italienischen Kumpel vorfanden 🙂

Wir spannten unser Gepäck auf und wollten los. Allerdings fehlte von Carsten plötzlich ein Frontroller. Auf dem Bahnsteig war er nicht. Bald fiel uns ein, dass wir den im Zug zuvor vergessen haben mussten. Denn diese eine Tasche hatten wir oben in die Gepäckablage gelegt, während alle anderen Taschen auf einem Haufen lagen. Wir hatten beim Vorbereiten des Ausstiegs nur den Haufen beachtet, aber nicht die Tasche oben in der Ablage. Hektisch ging es – jetzt mit beiden Italienern – zur Information. Die beiden waren soooo hilfsbereit und übernahmen die Konversation mit dem Servicepersonal. Dieses versuchte uns nach besten Möglichkeiten zu helfen. Beispielsweise organisierten sie, dass der Zug, der bereits wieder aus Venedig auf dem Weg zu unserem Bahnhof war, länger verweilt, damit wir nochmal rein konnten um nach der Tasche zu suchen. Im Laufschritt ging es zurück zum Bahnsteig und rein in den Zug, aber die Tasche war weg 🙁 Sie wurde bereits gefunden und mitgenommen. Somit waren u.a. sowohl unser Tablet (wenn auch mit kaputtem Display) als auch der Kindle weg. Ansonsten zum Glück keine weiteren Wertgegenstände sondern nur Müll, weil es an dem Morgen unser „Essensbeutel“ war. So dick ist die Beute für den „Finder“ somit zum Glück nicht ausgefallen. Unser Bedarf an Adrenalin aber ist für die kommenden Tage zu Genüge gedeckt…

Und hier noch unsere Radtour im Überlick (ohne die An- und Abreise):

Tag 1
Strecke: Venedig – Cavallino
Streckenlänge: ca. 20 km
Tag 2
Strecke: Cavallino – Precenicco
Streckenlänge: 82,58 km
Tag 3
Strecke: Precenicco – Monfalcone
Streckenlänge: 84,6 km
Tag 4
Strecke: Monfalcone – Roč
Streckenlänge: 70,84 km
Tag 5
Strecke: Roč – Cres
Streckenlänge: 79,97 km
Tag 6
Strecke:
Streckenlänge: Pause
Tag 7
Strecke: Cres – Zadar
Streckenlänge: 55,44 km
Tag 8
Strecke: Zadar – Krka
Streckenlänge: 87,61 km
Tag 9
Strecke: Krka – Split
Streckenlänge: 83,89 km

Alles so ćevapčići hier

Sonntag, 24. September 2017

Der dritte Tag unserer Tour begann mit einem Kurzbesuch in Triest, einer wirklich sehr hübschen Stadt. Wir fuhren entlang einer breiten Strandpromenade Richtung Innenstadt, wobei man sich hier keine weißen Sandstrände vorstellen darf. Die Küste und Strände sind sehr felsig und steinig. Nach einem kurzen Schlenker durch die Innenstadt schlängelten wir uns durch den hügeligen Stadtrand in Richtung slowenische Grenze.

Hier auf dem Adria-Radweg wurde in den letzten Jahren viel Geld in den Ausbau des Radwegenetzes investiert, was sich wieder in sehr schönen Wegen und einer sehr guten Beschilderung zeigte. Der Weg verlief von der slowenischen Grenze an auf einer alten Bahnlinie entlang, was uns immer mit die liebsten sind: Sie sind super geteert und haben eine angenehme Steigung. Wir verließen den Adria-Radweg wenige Kilometer hinter der slowenischen Grenze, da wir nicht mehr diesem Radweg entlang der Küste bis nach Brestova folgen, sondern die istrische Halbinsel oberhalb überqueren wollten.

Auf den vergleichsweise wenigen Kilometern, die wir durch Slowenien fuhren, wurden wir doch positiv überrascht. Die Häuser waren alle in einem sehr guten Zustand und auch insgesamt war alles sehr sauber und gepflegt. Wir kommen sicher nochmal für einen längeren Urlaub zurück.

Aufgrund des Höhenprofils zu unserem GPS-Track wussten wir, dass uns mehrere heftige Anstiege bevorstanden, aber dass sie teilweise so steil würden, haben wir nicht erwartet. Häufig half nur noch schieben. Dass das nicht unbedingt leichter ist als gaaaanz laaangsam hochzufahren, weiß sicher der ein oder andere hier 😉 Wir waren echt k.o. Den höchsten Punkt erreichten wir allerdings fahrend in der Nähe der slovenisch-kroatischen Grenze auf knapp 560 m 🙂

Schon von weitem sahen wir hier auf den umliegenden Feldern Stacheldraht liegen, der, je näher wir dem Grenzübergang kamen, einem Zaun mit Stacheldraht darüber wich. Hier wurden wir dann sogar kontrolliert – zuerst vom slovenischen Polizist und 3 m weiter hinter der zweiten Schranke nochmal von einer kroatischen Polizistin 😉 Wir waren sehr überrascht hier überhaupt kontrolliert zu werden und noch befremdlicher war die starke Absicherung der Grenze.

Am gestrigen Tag wollten wir dann mit der Fähre auf die Insel Cres übersetzen. Bis dahin mussten aber nochmal bis zu 400 m hohe Berge überfahren werden. Ist nicht immer motivierend den Strecken- und Höhenverlauf im Vornherein zu kennen 😉 Aber zumindest auch diesen Teil der Strecke, es waren immerhin noch 50 km bis zum Fähranleger, legten wir auf dem Sattel statt laufend daneben zurück 😀 Und: Man wird immer wieder mit tollen Ausblicken belohnt! Aus etwa 250 m Höhe warfen wir einen ersten Blick auf die Insel Cres.

Die Fährüberfahrt dahin dauerte ca. 20 Minuten und nutzen wir zur Erholung. Wir wurden auch von Autofahrern angesprochen, die uns auf dem Weg zur Fähre überholt hatten und uns ihre Anerkennung ausdrückten, wenn sie hörten, wo und wann wir gestartet waren und was wir noch vor hatten 🙂

Auf Cres angekommen ging es gleich wieder nach oben. Von 0 auf etwa 450 m mussten wir rauf. Für etwa 15 km benötigten wir inkl. kurzem Zwischenstop gute 2 Stunden. Es ging mit 6-8 km/h die Küste hinauf. Am höchsten Punkt auf dieser Insel gab es einen fantastischen Ausblick: auf Istrien, Cres, Krk, und das kroatische Festland. Atemberaubend! Leider war es ein wenig diesig, uns verfolgte bereits eine Schlechtwetterfront, aber ich hoffe, ihr könnt euch aufgrund der Bilder dennoch einen Eindruck verschaffen 🙂 Die sich anschließende Abfahrt über etwa 15 km war ebenfalls ganz toll – wie schnell man doch auch reisen kann 😀

Den Tag heute verbringen wir in Cres auf dem Campingplatz, den wir gestern bereits angesteuert hatten. Regen und ein heftiges Gewitter zogen bis vorhin über uns hinweg. Jetzt klart es wieder auf. Morgen geht es zum südlichen Ende dieser Insel und anschließend mit der Fähre nach Zadar.

Grenze von Italien zu Slowenien

Grenze von Italien zu Slowenien

Alte Stadt Boljun mit Festung

Alte Stadt Boljun mit Festung

Boljun

Boljun

Erster Blick auf Cres

Erster Blick auf Cres

Am höchsten Punkt auf Cres

Am höchsten Punkt auf Cres

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Ausblick vom Zelt mit Hund :)

Ausblick vom Zelt mit Hund :)

Innenstadt von Cres

Innenstadt von Cres

Warten auf das Gewitter

Warten auf das Gewitter

Auf der Suche nach dem Spaghetti-Monster

Donnerstag, 21. September 2017

Recht spät hat es uns dieses Jahr auf die Räder und unsere große (Sommer-)Tour verschlagen. Wir sind, wie im letzten Jahr, wieder am Mittelmeer unterwegs. Unser Weg soll uns von Venedig aus durch Italien führen, dann ein kurzes Stück durch Slowenien und anschließend  entlang der kroatischen Adria-Küste bis Split. Von dort möchten wir mit der Fähre zurück nach Ancona in Italien übersetzen. Dort angekommen entscheiden wir, ob wir den Weg zurück nach Venedig mit dem Zug oder dem Rad oder teils so und so zurücklegen. Nun aber von Anfang an 🙂

Geplant hatten wir die Anreise nach Venedig von Sonntag bis Montag mit einem Zwischenstop bei einer lieben Freundin in Leipzig. Bis Montag Mittag lief auch soweit alles fein bis kurz hinter Regensburg. Da meinte das Auto, es müsse doch mal noch eben schnell in die Werkstatt. Das Ende vom Lied waren 2 neue Stoßdämpfer inkl. Aufhängung und 3 Stunden Aufenthalt. Somit verabschiedeten wir uns von dem Vorhaben, noch am Abend in Venedig zu sein und legten eine Übernachtung in Trento ein. Das war aber auch nicht weiter dramatisch, denn der Wetterbericht für Venedig am Dienstag sagte eh nur Regen voraus und somit verbrachten wir die Zeit lieber im ahrenden Auto 😉

Irgendwann aber kamen wir ja an und mussten raus. Es ging, wie damals vor 6 Jahren, mit dem Rad über die Brücke nach Venedig rein. Zu unserer Überraschung wurde der halbe Meter Platz zwischen Leitplanke und Brückenmauer mittlerweile durch einen tollen breiten Weg ersetzt, der sich teilweise neben und an der Brücke befestigt befindet. Es folgten zwei Fährfahrten bis zum Anleger Punta Sabbioni.

Aber schon nach etwa 15 km mussten wir uns letztlich völlig durchnässt dem Regen geschlagen geben und bogen auf einen Campingplatz ein. Die gute Dame am Tresen staunte nicht schlecht, als wir statt des Autos zwei Räder als Fortbewegungsmittel angaben. Sie hatte so viel Mitleid mit uns, dass sie und einen Wohnwagen zur Übernachtung anbot, der sonst nur für mehrere Tage gemietet werden kann, worüber wir und sehr freuten. Wir wären sonst weggeschwommen…

Seit gestern aber scheint hier wieder herrlich die Sonne und wir sind schon gut vorangekommen. Zwei Touren von knapp über 80 km haben uns bis kurz vor Triest und die slowenische Grenze gebracht. Die sehr ebene Gegend hierher ist häufig von vielen Lagunen und Flüssen durchkämmt. Es gibt viele Wasservögel zu beobachten 🙂 Die Radwege selbst sind meist sehr gut ausgebaut und führen einen, wenn möglich, weg von den großen Straßen und sind sehr abwechslungsreich. Sogar einen „Paulsdamm“ gibt es hier 😉

Eurovelo 8 kurz hinter Punta Sabbioni

Eurovelo 8 kurz hinter Punta Sabbioni

Eurovelo 8

Eurovelo 8

Unser Weg führte auch an einer alten Römerstraße vorbei

Unser Weg führte auch an einer alten Römerstraße vorbei

Auf dem Eurovelo 8 kurz vor Grado

Auf dem Eurovelo 8 kurz vor Grado

Auf dem "Paulsdamm" ;)

Auf dem „Paulsdamm“ ;)

Von Barcelona nach Ventimiglia – 08.06.-23.06.2016

Sonntag, 26. Juni 2016

Am 14. Fahrtag unserer Radreise befanden wir uns bereits etwa 50 km vor der italienischen Grenze und somit dem Ziel unserer Tour. Von dem ursprünglichen Plan bis Turin zu fahren hatten wir uns schon ganz zu Beginn der Reise verabschiedet. Es wäre, bezogen auf die dann zu fahrenden Tageskilometer und den Zeitraum für uns nicht schaffbar gewesen. Wir wollten es nun bis hinter die italienische Grenze schaffen.

Zuerst aber ging es nach Nizza. Die etwa 15 Kilometer dorthin waren eher vergleichbar mit einer „Sportlerstraße“. Es gab einen großzügig angelegten zweispurigen Radweg und daneben einen noch großzügigeren breiten Bereich für Fußgänger. Dieser allerdings wurde fast ausschließlich von Läufern und Inline-Skatern genutzt. Hier und da wurden Liegestütze oder Klimmzüge gemacht. Jeder der dort nur „normal spazieren geht“ dürfte vmtl. gleich ein schlechtes Gewissen ob einer mangelnden sportlichen Betätigung bekommen 😉

In Nizza gab es dann erstmal ein leckeres (mal wieder süßes) Frühstück. Die Franzosen haben es einfach drauf Küchlein zu backen 🙂 Hier spürten wir auch das erste Mal direkt etwas von der EM. Am Stadion, in dem auch Spiele ausgetragen werden, kamen wir nicht vorbei. Aber es gab im Zentrum eine große Fan-Zone für’s Public Viewing und mannshohe „UEFA EURO 2016“ Aufsteller. Um 12 Uhr war dann auch mit einem lauten „Knall“ die seit 1860 täglich abgefeuerte Kanone zu hören, die bei den Bewohnern ursprünglich ein pünktliches Mittagessen befördern sollte. Bei uns gab es keins – wir hatten ja gerade gefrühstückt 😉

Danach ging es wieder zurück auf den Track. Zwischen Nizza und Monaco spürten wir dann bereits das steigende Preisniveau. An einem kleinen Badestrand gönnten wir uns ein Eis, nix besonderes, Langnese-Stieleis: 9 Euro waren wech. Naja, wir waren ja im Urlaub, da kann man sich sowas ja mal gönnen… 😉 Die tatsächliche Grenze zwischen Frankreich und dem Fürstentum bekamen wir nicht so recht mit. Dass wir uns aber in Monaco befinden müssten, zeigte uns ein Bugatti Veyron (Casi war hier mein Übersetzer was die Bestimmung der Nobelkarossen betraf), der uns entgegenkam. Wer gerne teure Autos mag, muss nach Monaco kommen. Dort fahren sie alle. Mit nem Porsche fällt man nicht mehr auf. Da muss es schon ein Ferrari, Maserati, Rolls-Royce oder Ähnliches sein. Auch einen BMW i8 sahen wir – der würde mir ja auch gefallen 😀

Diese Superlative auf der Straße setzte sich auch im Hafen fort: Hier reihte sich eine Luxusyacht an die nächste. In den teilweise geöffneten Hecks der Yachten sah man dann noch das „kleine“ schnelle Sportboot in der Garage. Ebenfalls im Hafenbereich untergebracht wurden die Pferde, die an diesem Wochenende an einem internationalen Springturnier teilnehmen. Wir sahen einen Pferdetransporterbus, vorweg eine Polizeieskorte, die für den notwendigen Platz auf den Straßen zum Rangieren sorgte.

Auch wenn wir uns sonst nicht für die Formel 1 interessieren war es schon spannend einen Teil der Rennstrecke selbst zu befahren. So fuhren wir u.a. durch den bekannten Tunnel. An mehreren Straßen sah man die rot-weiße Streckenbegrenzung.

Wir verließen das aufregende Monaco dann um nach Ventimiglia zu fahren, dem Ort in Italien von dem aus wir am Folgetag mit dem Zug nach Mailand fahren wollten. Wir hatten unsere Tour geschafft 🙂 Am Abend aßen wir dort in einem Pasta-Restaurant und kamen mit dem Chef des Hauses ins Gespräch. Wir berichteten von unserer Tour und er konnte es kaum glauben 😀 Als Ausdruck seiner Anerkennung ging die Flasche Wein, die wir bestellt hatten, auf’s Haus 🙂

Am Mittwoch in der Früh um 5 Uhr fuhr unser Zug nach Mailand. Die Fahrt dauerte etwa 5 Stunden und stimmte uns schon mal auf unsere Zugfahrt nach Hause ein (17 Stunden). Im Mailänder Bahnhof angekommen waren wir vom Bahnhofsgebäude ziemlich beeindruckt: Es bestand aus insgesamt 3 Hallen, eine höher und größer als die andere. Drinnen sind die Wände mit Säulen, Statuen und Malereien verziert, draußen auf dem Dach stehen riesige Pferde-Statuen. Später lasen wir, dass es ein Monumentalbau aus den 30er Jahren ist.

Wir bezogen unser Hostelzimmer und machten uns auf den Weg ins Mailänder Zentrum. Wir folgten einer ewig langen Shopping Meile, die uns direkt zum Mailänder Dom führte. Nachdem ich mir noch einen knielangen „Umhang“ gekauft hatte (meine Hose war ihnen zu kurz) durften wir dann auch das Innere betreten und bestaunen. Bisher fand ich den Kölner Dom am schönsten, aber der Mailänder (der flächenmäßig drittgrößte weltweit) schlägt ihn um Längen. Einfach nur wunderschön und schwer vorstellbar, wie dies zwischen dem 14. bis 19. (!!!) Jahrhundert gebaut werden konnte.

Am darauffolgenden Tag ging es dann nach Hause. Bei über 30°C schmorrten wir im Zug vor uns hin, da die Klimaanlage ausgefallen war :-/ Freitag früh gegen halb eins waren wir dann endlich zuhause.

Die zwei Wochen vergingen wieder wie im Flug und wir haben viele schöne Erlebnisse gehabt. Die Tour ist sicher eine der abwechslungsreichsten bisher gewesen was die Vielfalt der Natur, der Tiere und Orte betrifft. Nicht zu vergessen die Qualität der Radwege – da war auch alles dabei 😉

Der Fahrradcomputer zeigte uns, dass wir letztlich 1.075 Kilometer und das GPS, dass wir 11.234 Höhenmeter geradelt sind…

Tag 1
Strecke: Barcelona – Mataró
Streckenlänge: 59,6 km
Tag 2
Strecke: Mataró – Sant Feliu de Guíxols
Streckenlänge: 81,9 km
Tag 3
Strecke: Sant Feliu de Guíxols – Castelló d’Empúries
Streckenlänge: 82,4 km
Tag 4
Strecke: Castelló d’Empúries – Argelès-sur-Mer
Streckenlänge: 78,6 km
Tag 5
Strecke: Argelès-sur-Mer – Port-la-Nouvelle
Streckenlänge: 70,4 km
Tag 6
Strecke: Port-la-Nouvelle – Portiragnes
Streckenlänge: 89,7 km
Tag 7
Strecke: Portiragnes – La Grande-Motte
Streckenlänge: 88,9 km
Tag 8
Strecke: La Grande-Motte – Saint-Rémy-de-Provence
Streckenlänge: 94 km
Tag 9
Strecke: Saint-Rémy-de-Provence – Saint-Maime
Streckenlänge: 94,6 km
Tag 10
Strecke: Saint-Maime – Aiguines
Streckenlänge: 84,5 km
Tag 11
Strecke: Aiguines – Tourrettes
Streckenlänge: 90,6 km
Tag 12
Strecke: Tourrettes – Agay (Saint-Raphael)
Streckenlänge: 48,3 km
Tag 13
Strecke: Agay (Saint-Raphael) – Cagnes-sur-Mer
Streckenlänge: 49,7 km
Tag 14
Strecke: Cagnes-sur-Mer – Ventimiglia
Streckenlänge: 61,7 km
In Nizza - Endlich ein wenig EM-Feeling :)

In Nizza – Endlich ein wenig EM-Feeling :)

Wasserspiel in Nizza - Im Hintergrund die Fan-Zone

Wasserspiel in Nizza – Im Hintergrund die Fan-Zone

Zwischen Nizza und Monaco

Zwischen Nizza und Monaco

Die Luxusyachten vor der Kulisse Monte Carlos

Die Luxusyachten vor der Kulisse Monte Carlos

DER Formel 1-Tunnel in Monte Carlo

DER Formel 1-Tunnel in Monte Carlo

Blick zurück auf das Fürstentum

Blick zurück auf das Fürstentum

Die Front des Mailänder Doms

Die Front des Mailänder Doms

Im Inneren des Doms

Im Inneren des Doms

Galleria Vittorio Emanuele II - die überdachte Einkaufspassage

Galleria Vittorio Emanuele II – die überdachte Einkaufspassage

Tour geschafft :-)

Tour geschafft :-)

Von München nach Venedig – 21.07.-05.08.2011

Samstag, 06. August 2011

Tourdetails

Nachfolgend habe ich wie auch schon für Norwegen die Etappen zusammen mit den Angaben notiert, die mein Fahrradcomputer aufgezeichnet hat. Hier könnt ihr euch auch die gesamte Strecke (639 km) anschauen.

Ahso, die Bilder aus den vorangegangenen Beiträgen gibt es jetzt auch nochmal in groß 😉 Einfach die Beiträge nochmal durchklicken…

Tag 1
Strecke: München – Bad Tölz
Streckenlänge: 69,74 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 14,47 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 46,76 km/h
Tag 2
Strecke: Bad Tölz – Mittenwald
Streckenlänge: 59,21 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 16,75 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 44,11 km/h
Tag 3
Strecke: Mittenwald – Seefeld in Tirol
Streckenlänge: 22,25 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 13,22 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 33,59 km/h
Tag 4
Strecke: Seefeld in Tirol – Landeck
Streckenlänge: 66,08 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 18,9 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 50,98 km/h (Carsten ca. 65 km/h)
Tag 5
Strecke: Landeck – St. Valentin auf der Haide
Streckenlänge: 67,09 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 14,48 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 50,98 km/h
Tag 6
Strecke: St. Valentin auf der Haide – Meran
Streckenlänge: 74,37 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 19,71 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 54,55 km/h (Carsten ca. 70 km/h)
Tag 6
Strecke: St. Valentin auf der Haide – Meran
Streckenlänge: 74,37 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 19,71 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 54,55 km/h
Tag 7
Strecke: Meran – Kaltern
Streckenlänge: 51,66 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 16,10 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 54,69 km/h
Tag 8
Strecke: Kaltern – „Lago di Caldonazzo“ (Bergsee hinter Trento)
Streckenlänge: 73,96 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 17,56 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 43,7 km/h
Tag 9
Pause
Tag 10
Strecke: „Lago di Caldonazzo“ – Bassano del Grappa
Streckenlänge: 79,34 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 18,97 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 44,11 km/h
Tag 11
Strecke: Bassano del Grappa – Venedig
Streckenlänge: 79,44 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 17,89 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 38,59 km/h
Tag 11-14
Aufenthalt in Venedig und Rückreise